Eine der größten handwerklich gefertigten „Cataplanas“ ist jetzt im VILA VITA Parc

Vor vielen Jahren war die Algarve hinsichtlich des Kunsthandwerks eine sehr reiche Region.

Laut João Ministro, vom TASA-Projekt (uralte Techniken - moderne Lösungen), mit dem VILA VITA Parc regelmäßig zusammenarbeitet, gab es in dem kleinen Dorf Cachopo, das in den Bergen in Monchique liegt, Aufzeichnungen darüber, dass in den 1950er-Jahren ca. 70 Frauen mit der Webkunst ihren Lebensunterhalt verdienten. Heutzutage findet man nur noch eine oder zwei. In der Stadt Loulé, in der es früher mehr als 15 Töpfereien gab, ist nur noch eine Töpferei in Betrieb, und von den 4 alten Kesselbauer-Läden hat keiner mehr überlebt. Das Kunsthandwerk wurde durch andere, schnell gewinnbringende Aktivitäten, wie Tourismus, ersetzt, wodurch die jüngere Generation gezwungen war, das Inland der Algarve (aus dem die meisten Kunsthandwerker stammten) zu verlassen, um zur Küste zu ziehen.

Früher überlebten die Kunsthandwerke, da ihr Wissen von Generation zu Generation überliefert wurde. Heutzutage sind die meisten Kunsthandwerker, die zum Beispiel mit der Kunst des Korbflechtens (eine der wenigen Kunsthandwerke, die überlebt haben) verbunden sind, 70 Jahre alt oder älter. Das bedeutet, dass ohne eine jüngere Generation, die Interesse an das Handwerk zeigt, die Handwerkskünste zum Aussterben verdammt sind, nachdem der letzte Kunsthandwerker verstorben ist. Und hier kommt das TASA-Projekt ins Spiel: ein Projekt mit Sitz in der Stadt Loulé, welches das Ziel hat, „strategische Innovation zur Welt der traditionellen Kunsthandwerke zu bringen, um sie als eine vielversprechende Berufswahl zu positionieren“. Über eine Vielzahl von Aktivitäten, die Design und Tradition verbinden, versucht TASA die jüngere Generation für das Kunsthandwerk der Algarve zu interessieren, in dem dieses einem größeren Wert gegeben wird. Somit wird versucht, einen Beitrag für das Überleben des Kunsthandwerks zu leisten und sein fast sicheres Aussterben zu verhindern.

Dieses Projekt geht auf die Suche der letzten alten Kunsthandwerker, die oft „versteckt“ in den Bergen der Algarve leben, um mit ihnen ihr Kunsthandwerk zu erlernen und einen Weg zu finden, funktionale und nützliche Gegenstände zu entwickeln, die entsprechend der traditionellen Kunsthandwerke gefertigt werden. Oft werden sie von bereits lokal vorhandenen Gegenständen inspiriert, aus denen man ein Gewinn erzielen kann. Eine weitere Aktivität, um die traditionellen Kunsthandwerke zu fördern, besteht aus kleinen Workshops, die den Besuch zu Kunsthandwerk-Geschäften und die Organisation von „Residências“: Veranstaltungen, die mindestens eine Woche dauern und Handwerker verschiedener Künste und Nationalitäten zusammenführen, einschließen. Während dieser Zeit arbeiten sie alle an einem gemeinsamen Ziel. Das Ziel der letzten „Residência“ war, ein Abendessen mit dem Namen „Helped Table“ zu organisieren, das auf die Zusammenarbeit einer Gruppe lokaler und schottischer Kunsthandwerker zählte. Die Teilnehmer mussten alle Gegenstände und Möbel, die für dieses Essen erforderlich waren, selber bauen: Tisch, Stühle, Besteck, Töpfe und vieles mehr. Das Erfordernis, einen ganz bestimmten Gegenstand herzustellen - den Topf - führte zum Aufleben einer seit langem in Loulé verschwundenen Kunst, nämlich der Kunst des Kesselbauers.

Analide Carmo, ein lokaler 70-jähriger Kunsthandwerker, erzählt uns, wie er nach so vielen Jahren wieder zu seinem Handwerk zurückkehrte, in dem er seit er 16 Jahre alt war arbeitete, bevor er gezwungen war, es aufzugeben, um seinen Lebensunterhalt als Arbeiter in einem Zementwerk sicherzustellen. Mit zwölf Jahren erlernte er dieses Handwerk von einem Meister-Kesselbauer. Heutzutage zeigen seine Enkelkinder kein Interesse für dieses Handwerk, aber er hat im TASA-Projekt einen Weg gefunden, sein Wissen an jeden weiterzugeben, der Interesse daran hat und eines Tages vielleicht dieses Handwerk weiterführen möchte. Zwei Schulungen fanden bereits statt und aus diesen resultierte, dass zwei Lehrlinge aktuell in diesem Handwerk arbeiten. Analide Carmo selbst fing wieder an, regelmäßig in einem Geschäft zu arbeiten, das freundlicherweise von der Gemeindeverwaltung von Loulé zur Verfügung gestellt wurde.

VILA VITA Parc, das immer über Portugal, und insbesondere über die Algarve begeistert ist, ist sehr stolz, als ein Förderer der lokalen Künste angesehen zu werden, in dem es zahlreiche Elemente der Seele und Kultur der Alvarve in das Resort integriert hat. In den Zimmern haben die Gäste Zugang zu den traditionellen Strohkörben, um ihre Sachen zum Strand oder zum Pool mitzunehmen, in den Restaurants sind die Salz- und Pfefferstreuer aus Kork und Keramik hergestellt, im Café Bica wird der Kaffee in handwerklichen Tassen serviert und überall im Resort sind lokale Keramikstücke aus Porches, die der eleganten und edlen Umgebung des Resorts einen einzigartigen Touch verleihen.

Neulich hat VILA VITA Parc ein sehr besonderes kunsthandwerkliches Stück erworben: eine „Cataplana“ mit 90 cm Durchmesser, ganz aus Kupfer und in einer äußerst traditionellen Art durch die agilen und geschickten Hände der Kunsthandwerker in dem einzigen Kessel-Laden in Loulé gefertigt: Der Laden wird zurzeit von Analide Carmo geleitet und von der Stadtverwaltung von Loulé und durch das TASA-Projekt unterstützt. Der Fertigungsprozess dauerte ca. ein Monat und daraus resultierte die größte „Cataplana“, die jemals von ihnen hergestellt wurde und die mit Stolz im VILA VITA Parc verwendet wird, um das traditionelle Gericht der Algarve mit demselben Namen zuzubereiten. 

In einer Zeit, in der diese Gegenstände industriell und deswegen in einer sehr unpersönlichen Art hergestellt werden, steht diese „Cataplana“ für die Bewahrung einer Kunst, die Teil der lokalen Kultur und der Seele der Algarve ist und als solche nie aussterben darf. Die „Cataplana“ wurde offiziell am 15. September von den Kunsthandwerkern selbst an Óscar Correia und Paulo Fortes, F&B-Direktor und Küchenchef vom VILA VITA Parc, übergeben.